Glossar
Das Paletten-Glossar.
Vom Palettentyp bis zur Norm: die wichtigsten Begriffe aus Handel, Logistik und Recht, kurz erklärt und schnell auffindbar.
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Palettentypen
23 Begriffe- Europalette
- Standardisierte Holzpalette im Format 1200 × 800 mm, definiert durch die UIC-Norm 435-2. Das meistverwendete Lademittel in Europa, auch EUR- oder EPAL-Palette genannt.
- EPAL-Palette
- Europalette eines zugelassenen EPAL-Herstellers, gebrandmarkt mit EPAL-Logo und Herstellerkennzeichnung. EPAL steht für European Pallet Association und garantiert geprüfte Qualität sowie das Tauschanspruchsrecht.
- UIC-Palette
- Europalette nach der Norm der Internationalen Eisenbahnunion (UIC 435-2), die nicht zwingend das EPAL-Brandzeichen trägt. Vor allem im Schienengüterverkehr verwendet.
- EUR-Palette
- Bezeichnung für eine Europalette mit dem „EUR"-Brandzeichen. Ältere Benennung, die oft synonym mit der EPAL-Palette verwendet wird.
- Industriepalette
- Holzpalette im Format 1200 × 1000 mm, verbreitet beim Transport schwerer Maschinen, Rohstoffe und Schüttgüter. Im Eurotausch nicht tauschfähig.
- CP-Palette
- Chemical Pallet — genormte Tauschpalette für die chemische Industrie. Es gibt neun Typen (CP1 bis CP9) mit unterschiedlichen Maßen und Traglasten, geregelt durch den Verband CEFIC.
- CP1-Palette
- CP-Palettentyp im Format 1200 × 1000 mm mit einer Tragkraft bis 1500 kg. Weit verbreitet in der Chemieindustrie.
- CP3-Palette
- CP-Palettentyp im Format 1140 × 1140 mm mit einer Tragkraft bis 1500 kg. Für Fässer und Behälter.
- CP6-Palette
- CP-Palettentyp im Format 1200 × 1000 mm in verstärkter Ausführung für Lasten bis 2000 kg.
- Einwegpalette
- Palette für den einmaligen Transport, die danach nicht zurückgeführt wird. Auch verlorene Palette oder Non-Return-Palette genannt — kostengünstig, aber weniger nachhaltig.
- Mehrwegpalette
- Palette im Kreislauf, die nach dem Entladen zurückgeführt, repariert und erneut beladen wird. Beispiele sind Europalette und CP-Palette.
- Kunststoffpalette
- Palette aus Kunststoff (meist HDPE oder PP): hygienisch, leicht, chemisch resistent und geeignet für Lebensmittel, Pharma und Reinräume. Höhere Anschaffungskosten als Holz.
- Holzpalette
- Die am weitesten verbreitete Palettenart, gefertigt aus Vollholz oder Pressholz (LVL). Kostengünstig, reparierbar und recyclebar.
- Metallpalette
- Palette aus Stahl oder Aluminium: extrem robust, für schwere Lasten und raue Umgebungen geeignet. Teuer in der Anschaffung, dafür langlebig.
- Papierpalette
- Leichte Palette aus gepresstem Karton oder Wellpappe, geeignet für leichte Güter und Luftfracht. Einwegverwendung.
- Halbpalette
- Palette im Format 800 × 600 mm — eine halbe Europalette. Beliebt im Einzelhandel und für kleinere Lieferungen.
- Flugpalette (ULD)
- Spezielles Ladungsträger-Format für den Lufttransport (Unit Load Device, ULD) mit genormten Maßen nach IATA-Vorschriften.
- Sonderpalette
- Palette mit individuellen Maßen oder Eigenschaften, die keiner Standardnorm entspricht und für spezifische Produkte oder Branchen gefertigt wird.
- Gitterboxpalette
- Kombination aus Palette und Drahtgitterbehälter, die das sichere Stapeln von Schüttgütern oder unregelmäßig geformten Gütern ermöglicht.
Normen & Zertifizierungen
10 Begriffe- EPAL-Zertifizierung
- Lizenz- und Zertifizierungssystem der European Pallet Association für Hersteller, Reparaturbetriebe und Prüflabore. Garantiert, dass Paletten nach festgelegten Normen produziert und gewartet werden.
- UIC 435-2
- Internationale Norm der Union Internationale des Chemins de fer, die Maße, Materialien und Qualitätsanforderungen für Europaletten definiert.
- EN 13698-1
- Europäische Norm für die Produktspezifikation von Holzpaletten, speziell für Europaletten im Format 1200 × 800 mm.
- ISPM 15
- Internationale Pflanzenschutznorm (International Standards for Phytosanitary Measures Nr. 15) für Holzverpackungsmaterial. Für den Export in viele Nicht-EU-Länder vorgeschrieben; erfordert Wärmebehandlung (HT) oder Methylbromid-Begasung (MB).
- HT-Behandlung (Wärmebehandlung)
- Wärmebehandlung von Holzpaletten gemäß ISPM 15: Kerntemperatur 56 °C für mindestens 30 Minuten, um Schädlinge und Pilzsporen abzutöten.
- MB-Begasung (Methylbromid)
- Chemische Schädlingsbekämpfung gemäß ISPM 15 durch Begasung mit Methylbromid. In der EU aus Umweltgründen weitgehend verboten, in Exportprodukten aber noch relevant.
- DIN-Norm
- Nationale Norm des Deutschen Instituts für Normung. Im Palettenbereich relevant für Lademittel, Qualitätsanforderungen und Prüfmethoden.
- ISO 6780
- Internationale ISO-Norm für flache Paletten, die Grundmaße für den weltweiten Einsatz definiert.
Qualitätsklassen & Zustand
13 Begriffe- Qualitätsklasse A
- Gebrauchte Europalette in sehr gutem Zustand: alle tragenden Bauteile intakt, keine gebrochenen Bretter, nur nach EPAL-Norm zulässige Reparaturen. Höchste Gebrauchtkategorie.
- Qualitätsklasse B
- Gebrauchte Europalette mit sichtbaren Gebrauchsspuren, aber strukturell intakt. Kleinere Schäden an Deckbrettern oder Klötzen sind zulässig, solange die Tragfähigkeit erhalten bleibt.
- Qualitätsklasse C
- Europalette mit erheblichen Mängeln — gebrochene Bretter, fehlende Nägel, instabile Konstruktion. Reparaturbedürftig oder für Reparaturzwecke geeignet.
- Neu
- Paletten, die noch nie benutzt wurden: höchste Qualität, voller Tauschwert, frei von Verunreinigungen.
- Gebraucht
- Paletten, die bereits im Umlauf waren. Die Qualität variiert je nach Klasse (A, B, C); günstiger in der Anschaffung.
- Sortierqualität
- Gebrauchte Paletten, die durch manuelle oder maschinelle Inspektion aussortiert wurden. Standard bei Großhändlern, oft als „sortiert und gepflegt" bezeichnet.
- Unsortiert
- Paletten ohne vorherige Qualitätskontrolle — gemischte Qualitäten und Klassen. Günstiger, aber mit höherem Risiko.
- Repariert
- Palette, die nach EPAL-Richtlinien repariert wurde (z. B. defekte Bretter ersetzt). Darf das EPAL-Brandzeichen tragen, wenn ein zugelassener Betrieb die Arbeit ausgeführt hat.
- Getrocknet
- Paletten, die nach Produktion oder Lagerung getrocknet wurden, um Feuchtigkeit zu reduzieren. Wichtig für feuchtigkeitsempfindliche Bereiche wie Lebensmittel oder Pharma.
- Feuchtigkeit
- Feuchtigkeitsgehalt des Holzes in Prozent. Normwert für Europaletten: maximal 22 % Restfeuchte. Hohe Feuchtigkeit fördert Schimmel und verringert die Tragfähigkeit.
- Brandzeichen
- Permanente Markierung auf den Palettenklötzen, die Hersteller, Prüfer und Normbezug identifiziert. Bei EPAL-Paletten Pflicht.
Materialien & Konstruktion
17 Begriffe- Palettenholz
- Schnittholz und Holzklötze zur Herstellung oder Reparatur von Paletten. Im Handel wird die Menge üblicherweise in Kubikmetern angegeben.Passende Anzeigen
- Palettenbrett
- Auf Maß gesägtes Brett für Deck, Quer- oder Bodenlage einer Holzpalette. Länge, Breite, Stärke und gegebenenfalls Fase gehören zur Handelsbezeichnung.Passende Anzeigen
- Palettenklotz
- Tragendes Distanzstück zwischen Ober- und Unterdeck einer Blockpalette. Es besteht aus Vollholz oder Pressspan und wird über seine drei Maße spezifiziert.Passende Anzeigen
- Querbrett
- Brett unter den Deckbrettern, das die Last quer verteilt und Oberdeck sowie Klötze verbindet.Passende Anzeigen
- Fase
- Abgeschrägte Brettkante, die das Einfahren von Hubwagenrollen erleichtert und das Ausbrechen der Kante reduziert.Passende Anzeigen
- Pressspanklotz
- Formgepresster Palettenklotz aus Holzspänen und Bindemittel. Er bietet gleichmäßige Maße und unterscheidet sich preislich sowie technisch vom Vollholzklotz.Passende Anzeigen
- Vollholz
- Massivholz aus einem Stück, typisch für Klötze und tragende Längsholme von Europaletten. Meist Nadelholz (Kiefer, Fichte).
- LVL (Furnierschichtholz)
- Mehrschichtiges Furnierschichtholz als alternative Konstruktionsmethode für Palettenklötze — gleichmäßigere Eigenschaften als Vollholz, weniger Fehlstellen.
- OSB (Grobspanplatte)
- Holzwerkstoffplatte aus orientierten Spänen, in manchen Palettentypen als Deckbrettmaterial verwendet.
- Klotz
- Stützelement einer Blockpalette: kubische Holzblöcke, die Unter- und Oberdeck verbinden und den Gabelzugang ermöglichen. Eine Europalette hat neun Klötze.Passende Anzeigen
- Deckbrett
- Obere Deckplanken der Palette, auf die die Last aufgelegt wird. Anzahl und Breite variieren je nach Palettentyp.Passende Anzeigen
- Bodenbretter
- Untere Planken der Palette, die auf dem Boden aufliegen oder die Klötze verbinden.Passende Anzeigen
- Kufenpalette
- Palettentyp, bei dem Längsholme (Kufen) statt Klötzen als Stützelemente dienen. Nur 2-seitig einfahrbar.
- Blockpalette
- Palettentyp mit neun Klötzen als Stützelementen, 4-seitig einfahrbar (Gabeln von allen vier Seiten möglich). Die Europalette ist eine Blockpalette.
Maße & Gewichte
8 Begriffe- 1200 × 800 mm
- Standardmaß der Europalette. Passt exakt auf LKW-Ladeflächen (3 Paletten quer oder 2 längs) und in Standard-Lagerregale.
- Eigengewicht
- Das Gewicht der leeren Palette. Europalette: ca. 20–24 kg (Holz); Kunststoffpalette: 13–25 kg je nach Typ.
- Traglast (statisch)
- Maximale Belastung der Palette im Stillstand (z. B. im Regal). Europalette: bis zu 4000 kg statisch.
Logistik & Transport
22 Begriffe- Lieferbedingungen
- Vereinbarte Modalitäten der Warenübergabe — Lieferort, Übergang der Verantwortung und Kosten. Geregelt durch Incoterms.
- Incoterms
- International Commercial Terms — standardisierte Klauseln der Internationalen Handelskammer (ICC), die Lieferbedingungen im internationalen Handel definieren.
- EXW (Ex Works)
- Incoterm: Der Käufer übernimmt die Ware ab Werk des Verkäufers und trägt alle Transport- und Zollkosten.
- FCA (Free Carrier)
- Incoterm: Der Verkäufer liefert die Ware an einen vom Käufer benannten Spediteur; die Gefahr geht bei der Übergabe über.
- DAP (Delivered at Place)
- Incoterm: Der Verkäufer liefert die Ware bis zum vereinbarten Bestimmungsort; der Einfuhrzoll trägt der Käufer.
- DDP (Delivered Duty Paid)
- Incoterm: Der Verkäufer trägt alle Kosten bis zum Bestimmungsort einschließlich Einfuhrzoll. Maximales Risiko für den Verkäufer.
- Spediteur
- Logistikdienstleister, der Transporte organisiert und koordiniert, oft ohne selbst Fahrzeuge zu betreiben (Frachtenvermittler).
- LTL (Less Than Truckload)
- Sammelgutladung — eine Sendung, die keinen ganzen LKW füllt. Kostengünstig für kleinere Palettenmengen.
- FTL (Full Truckload)
- Komplettladung — eine Sendung, die einen ganzen LKW füllt. Effizienter und schneller als LTL.
- Sattelzug
- LKW-Typ mit Sattelauflieger — Standardfahrzeug für den Palettentransport. Ladefläche ca. 13,6 m, Kapazität ca. 33 Europaletten.
- Wechselbrücke
- Abnehmbare LKW-Karosserie, die ohne Zugmaschine be- und entladen werden kann. Verkürzt Standzeiten.
- Selbstabholung
- Der Käufer holt die Paletten selbst beim Verkäufer ab — keine Lieferkosten, aber eigene Transportorganisation nötig.
- Lieferung
- Der Verkäufer transportiert die Paletten zum Käufer. Die Kosten können im Preis enthalten oder separat berechnet sein.
- Rutschsicherung
- Maßnahmen zur Sicherung der Ladung auf der Palette: Anti-Rutsch-Matten, Folienumwicklung, Gurte.
Lagerung & Umschlag
15 Begriffe- Palettenregal
- Lagerregal, das speziell für Paletten konstruiert ist. Typen: Einfachregal, Doppelregal, Drive-In-Regal, Durchlaufregal.
- Hochregallager
- Lager mit sehr hohen Regalen (oft über 12 m), in dem Paletten mit automatisierten Regalbediengeräten ein- und ausgelagert werden.
- Bodenlagerung
- Paletten werden direkt auf dem Boden gestapelt, ohne Regale. Einfach, aber bei vielen Artikeln (SKU) platzineffizient.
- Stapelkoeffizient
- Anzahl der Paletten, die sicher übereinandergestapelt werden können — abhängig von Palettentyp und Ladungsgewicht.
- Gabelstapler
- Flurförderzeug mit zwei Gabeln zum Heben und Transportieren von Paletten. Tragkraft typisch 1,5–5 t.
- Hubwagen
- Manuell oder elektrisch betriebenes Gerät zum Transportieren von Paletten auf flachem Untergrund. Auch „Ameise" genannt.
- Kommissionierung
- Zusammenstellung von Kundenaufträgen aus dem Lager — Entnahme einzelner Artikel von Paletten.
- FIFO (First In, First Out)
- Lagerprinzip, bei dem zuerst eingelagerte Waren auch zuerst entnommen werden. Wichtig bei verderblichen Gütern.
- LIFO (Last In, First Out)
- Lagerprinzip, bei dem zuletzt eingelagerte Waren zuerst entnommen werden. Häufig bei homogenen, haltbaren Produkten.
- Cross-Docking
- Umschlagsverfahren, bei dem Waren direkt vom eingehenden auf den ausgehenden LKW umgeladen werden, ohne Zwischenlagerung.
- Wareneingang
- Prozess der Aufnahme und Prüfung angelieferter Waren, einschließlich der Qualitätskontrolle der Paletten.
- Palettentausch
- System des Austauschs von Europaletten zwischen Handelspartnern auf 1:1-Basis. Das EPAL-Tauschrecht gilt nur für EPAL-zertifizierte Paletten.
Handel & Markt
18 Begriffe- Palettenhandel
- Kauf und Verkauf gebrauchter oder neuer Paletten — ein wichtiger Teil der Kreislaufwirtschaft im Verpackungsbereich.
- Palettenbörse
- Marktplatz — online oder physisch — auf dem Käufer und Verkäufer von Paletten zusammenkommen. palettenring.de ist eine solche Plattform.
- Palettenmarkt
- Gesamtheit von Angebot und Nachfrage nach Paletten in einem definierten geografischen oder sektoralen Raum.
- Direktkauf
- Kauf direkt vom Lieferanten oder Hersteller, ohne Zwischenhändler — günstigere Preise, aber höherer Aufwand bei der Lieferantensuche.
- Großhandel
- Unternehmen, das Paletten in großen Mengen einkauft und weiterverkauft. Bietet oft Sortierung, Reparatur und Lagerung als Zusatzleistungen.
- Mindestabnahmemenge (MOQ)
- Kleinste bestellbare Menge bei einem Lieferanten. Bei Großhändlern häufig 100–500 Stück.
- Rahmenvertrag
- Langfristiger Liefervertrag mit festgelegten Konditionen (Preis, Menge, Qualität) für wiederkehrende Lieferungen.
- Spotmarkt
- Kauf und Verkauf von Paletten zu aktuellen Marktpreisen für sofortige Lieferung, im Gegensatz zu Termingeschäften.
- Provisionsfreier Handel
- Direkthandel ohne Maklergebühr. palettenring.de ermöglicht provisionslosen Kontakt zwischen Käufern und Verkäufern.
- Rücknahme
- Vereinbarung, nach der Paletten nach Gebrauch vom Verkäufer zurückgekauft werden. Fördert die Kreislaufwirtschaft.
- Eigentumsvorbehalt
- Klausel im Kaufvertrag, nach der das Eigentum an den Paletten erst nach vollständiger Bezahlung auf den Käufer übergeht.
Preise & Konditionen
15 Begriffe- Palettenpreis
- Marktpreis pro Palette, abhängig von Typ, Qualitätsklasse, Menge und Marktlage. Schwankt saisonal und konjunkturell.
- Gesamtpreis
- Gesamtbetrag für eine Lieferung: Preis pro Stück × Stückzahl plus eventuelle Lieferkosten.
- Verhandlungspreis
- Preis, der zwischen Käufer und Verkäufer individuell ausgehandelt wird. Auf palettenring.de als „auf Anfrage" markiert.
- Festpreis
- Unveränderlicher Preis, der im Vertrag festgelegt wird und nicht nachverhandelt werden kann.
- Mehrwertsteuer (MwSt.)
- Verbrauchssteuer in Deutschland: 19 % Regelsatz, 7 % reduzierter Satz. Im B2B-Palettenhandel meist Regelsteuersatz.
- Zahlungsbedingungen
- Vereinbarte Modalitäten der Bezahlung: Vorauskasse, Überweisung auf Rechnung, Kreditkarte oder Lastschrift.
- Zahlungsziel
- Zeitraum, innerhalb dessen die Rechnung bezahlt werden muss (z. B. 14 Tage netto, 30 Tage netto).
Pflanzenschutz & Export
7 Begriffe- Phytosanitäres Zertifikat
- Offizielles Dokument der Pflanzenschutzbehörde, das die Erfüllung der ISPM-15-Anforderungen bestätigt. Pflicht beim Export in Nicht-EU-Länder.
- Holzverpackungsmaterial
- Alle Holzverpackungen im internationalen Handel: Paletten, Kisten, Unterlagen und Klötze.
- Quarantäneschädling
- Pflanzenschädling, der über Holzverpackungsmaterial verbreitet werden kann (z. B. Asiatischer Laubholzbock). ISPM 15 soll die Einschleppung verhindern.
- Exportpalette
- Palette, die die ISPM-15-Anforderungen erfüllt und für den Export in Länder außerhalb der EU geeignet ist.
Nachhaltigkeit & Kreislaufwirtschaft
8 Begriffe- Kreislaufwirtschaft
- Wirtschaftsprinzip, bei dem Ressourcen so lange wie möglich im Umlauf gehalten werden. Gebrauchte Paletten sind ein Paradebeispiel: Reparatur, Wiederverwendung, Recycling.
- CO₂-Fußabdruck
- Gesamte Treibhausgasemissionen, die mit Herstellung, Transport und Entsorgung von Paletten verbunden sind.
- FSC-Zertifizierung
- Forest Stewardship Council — Zertifizierung für nachhaltig bewirtschaftete Wälder. FSC-Holz in Paletten belegt verantwortungsvollen Holzeinschlag.
- PEFC-Zertifizierung
- Programme for the Endorsement of Forest Certification — alternatives Waldzertifizierungssystem zu FSC.
- Palettenreparatur
- Instandsetzung beschädigter Paletten: Austausch defekter Bretter, Klötze oder Nägel. Verlängert die Lebensdauer und spart Ressourcen.
- Holzrecycling
- Verwertung nicht mehr reparierfähiger Holzpaletten: Energiegewinnung (Biomasse), Spanplattenherstellung oder Kompostierung.
Recht & Compliance
9 Begriffe- Kaufvertrag
- Rechtsverbindliche Vereinbarung zwischen Käufer und Verkäufer über Menge, Qualität, Preis und Lieferbedingungen.
- Lieferschein
- Begleitdokument einer Lieferung mit Angaben zu Ware, Menge und Empfänger. Grundlage für das Lademittelkonto.
- Rechnung
- Kaufmännisches Dokument, das die gelieferte Ware und den zu zahlenden Betrag ausweist — im B2B mit Umsatzsteuerausweis.
- Gewährleistung
- Gesetzliche Haftung des Verkäufers für Mängel der gelieferten Paletten. In Deutschland 2 Jahre für Verbraucher, im B2B meist vertraglich eingeschränkt.
- Reklamation
- Formelle Beschwerde des Käufers über eine mangelhafte Lieferung mit Forderung nach Nacherfüllung, Minderung oder Rückabwicklung.
- Haftung
- Rechtliche Verantwortung für Schäden, die durch mangelhafte Paletten entstehen (z. B. Absturz der Ladung).
- ADR-Vorschriften
- Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße. Relevant für CP-Paletten in der Chemieindustrie.
Branchenakteure
11 Begriffe- Palettenhersteller
- Unternehmen, das Paletten produziert. Bei EPAL-Paletten ein lizenzierter Hersteller mit regelmäßigen Qualitätsaudits.
- Palettenreparaturbetrieb
- Spezialisiertes Unternehmen für die Instandsetzung von Paletten nach EPAL-Richtlinien. Muss lizenziert sein, um das EPAL-Brandzeichen zu verwenden.
- Palettenprüfer
- EPAL-zertifizierter Sachverständiger, der Paletten auf Konformität mit der EPAL-Norm überprüft und das Brandzeichen vergibt.
- Palettenhändler
- Unternehmen, das Paletten im Großhandel kauft, sortiert und weiterverkauft. Bindeglied zwischen Herstellern und Endkunden.
- Palettenpool-Betreiber
- Unternehmen, das Paletten im Miet- oder Leasingsystem anbietet (z. B. CHEP, LPR, EURO Pool) und Wartung, Reparatur und Rückführung übernimmt.
- CHEP
- Weltgrößter Palettenpool-Betreiber mit blau lackierten Paletten. Mietmodell: Die Paletten bleiben Eigentum von CHEP.
- LPR (La Palette Rouge)
- Europäischer Palettenpool mit roten Paletten. Mietmodell ähnlich wie bei CHEP.
- EPAL (European Pallet Association)
- Dachverband, der das EPAL-Lizenz- und Zertifizierungssystem für Europaletten verwaltet. Mitglieder in über 30 Ländern.
- CEFIC
- European Chemical Industry Council — Dachverband der europäischen Chemieindustrie, verantwortlich für die CP-Paletten-Normen.
Digitalisierung & Plattformen
14 Begriffe- Online-Palettenbörse
- Digitale Plattform für Kauf und Verkauf von Paletten, die direkten Kontakt zwischen Anbietern und Nachfragern ohne Mittelsmänner ermöglicht. Beispiel: palettenring.de.
- Inserat
- Auf einer Online-Börse veröffentlichter Kauf- oder Verkaufsauftrag mit allen relevanten Palettendetails.
- Suchfilter
- Digitale Funktion, die Suchergebnisse nach Kriterien wie Palettentyp, Zustand, Radius, Preis oder Logistik einschränkt.
- Direktkontakt
- Kommunikation zwischen Käufer und Verkäufer ohne zwischengeschaltete Partei. Kernmerkmal von palettenring.de — Telefonnummer und Firmendaten ab Tarif direkt sichtbar.
- Anzeigenplattform
- Digitales Verzeichnis, auf dem Unternehmen Anzeigen schalten können. palettenring.de ist branchenspezifisch für den Palettenhandel.
- GPS-Tracking
- Satellitenbasiertes Ortungssystem zur Echtzeit-Verfolgung von Palettenlieferungen auf LKW.
- EDI (Electronic Data Interchange)
- Standardisierter elektronischer Austausch von Geschäftsdokumenten (Bestellungen, Lieferscheine, Rechnungen) zwischen Handelspartnern.
- WMS (Warehouse Management System)
- Software für die Verwaltung von Lagerbeständen, Palettenbewegungen und Kommissionieraufträgen.
- TMS (Transport Management System)
- Software zur Planung, Ausführung und Optimierung von Transporten, einschließlich Palettensendungen.
- ERP (Enterprise Resource Planning)
- Integriertes Unternehmenssoftware-System für Finanzen, Einkauf, Verkauf und Lager. Verwaltet auch Palettenbestände und -bewegungen.
- Blockchain im Palettentracking
- Aufkommende Technologie für die unveränderliche Protokollierung von Palettenbewegungen in der Lieferkette. Erhöht Transparenz und Rückverfolgbarkeit.
- RFID-Chip
- Radio Frequency Identification — Transponder in oder auf Paletten für berührungslose Identifikation und Tracking.
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